Da Europa anzielt, keine Verkehrstoten mehr verzeichnen zu müssen, wird die Straßenverkehrssicherheitsforschung zweifellos eine Schlüsselrolle dabei spielen, dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen. Eine EU-Initiative lieferte nun einen Fahrplan, der klare Prioritäten für die Forschung im Bereich Straßenverkehrssicherheit setzt, und unterstützte die bessere Vernetzung aller relevanten Interessengruppen.
Trotz der Verbesserungen in jüngster Zeit sterben täglich immer noch
durchschnittlich 80 Europäerinnen und Europäer bei Verkehrsunfällen.
Zudem werdenTausende schwer verletzt. Europa strebt eine völlige
Beendigung dieser Zustände an und will keine Todesopfer mehr beklagen
müssen, aber eine Realisierung dieses Ziels erfordert intensivere
Forschung und Priorisierung.
Das EU-finanzierte Projekt
PROS (Priorities for road safety research in Europe) soll ein europäisches Netzwerk schaffen, das Forschungsprioritäten für die Straßenverkehrssicherheit setzt. Gesamtziel war die Aufstellung einer konkreten Roadmap und eine bessere Vernetzung der Interessengruppen.
Die Arbeit startete mit einem Rückblick auf gesellschaftliche Trends und Szenarien, welche die Verkehrssicherheitsforschung beeinflussen. Die Projektpartner sammelten und analysierten ca. 30 aktuelle nationale Forschungsagenden aus der EU und der ganzen Welt und prüften den Stand der Technik in den bestehenden Verkehrssicherheitsforschungsaktivitäten auf EU-und nationaler Ebene.
Auf dieser Grundlage ermittelte das Team Lücken in der existierenden Forschung und priorisierte mit Hilfe der verschiedenen Interessengruppen die damit in Beziehung stehenden Forschungsthemen. Im Ergebnis dessen unterstützten etwa 120 Experten von mehr als 40 Einrichtungen die Aufstellung eines Fahrplans für die Zukunft der europäischen Straßenverkehrssicherheit. Er beinhaltet elf priorisierte Forschungsthemen, um die politischen Entscheidungsträger bei der Festlegung der Aufrufe für Horizont 2020 zu unterstützen.
Es wurde ein europaweites Netzwerk gegründet, um langfristige gemeinsame Prioritäten der Straßenverkehrssicherheitsforschung zu entwickeln und die bestehende Fragmentierung unter den involvierten Interessengruppen zu überwinden.
Zum Abschluss erdachten die Projektmitglieder einen Plan für die Verbreitung, der die Zielgruppe und die erforderlichen Werkzeuge ausweist. Auf Konferenzen und weiteren Treffen wurden mehr als 20 Präsentationen über die Arbeit vorgestellt.
PROS entwickelte eine Liste prioritärer Forschungsthemen für die Straßenverkehrssicherheit, die den den Weg zum sichereren und nachhaltigeren Straßenverkehr ebnen dürfte.