Für die Entwicklungsländer spielt die Landwirtschaft für das Wirtschaftswachstum eine wichtige Rolle aufgrund ihrer Bedeutung für die Nahrungsmittelsicherheit und bei der Bewältigung globaler Probleme wie Bioenergie, Klimawandel, usw.. Die Agrarforschung im Dienste der Entwicklung (Agricultural Research for Development, ARD) reagiert auf die Notwendigkeit, eine wachsende Bevölkerung zu ernähren und um das Wirtschaftswachstum nachhaltig anzukurbeln. ERA-ARD war ein 2005 ins Leben gerufenes EFR-Programm (Europäischer Forschungsraum), das eine strategische Agenda für Agrarforschung im Dienste der Entwicklung (Agricultural Research for Development, ARD) fördern sollte.
Das EU-finanzierte Projekt "The agricultural research for development dimension of the European Research Area" (
ERA-ARD II) wurde gegründet, um die Arbeit des ersten ERA-ARD-Programms fortzusetzen. Die Hauptziele waren die Verbesserung der Koordination zwischen nationalen Forschungsprogrammen und die Förderung der europäischen Zusammenarbeit in ARD.
Die Arbeit innerhalb von ERA-ARD II umfasste eine Bestandsaufnahme der maßgeblichen Projekt- und Finanzierungsstrukturen in den teilnehmenden Ländern und analysierte die nationalen Koordinierungsmechanismen. Diese Informationen werden effizientere Interaktionen zwischen den Mitgliedstaaten ermöglichen.
Das Projekt stellte das Konzept einer ARD-Allianz, eines Modells für regionale Zusammenarbeit zwecks effektiverer Forschung, fertig. ERA-ARD II implementierte das Modell innerhalb etlicher Workshops für Interessengruppen.
Die Projektmitglieder entwickelten außerdem mehrere Instrumente und Methoden für effektivere Formen der Zusammenarbeit. Themenpapiere zeugen davon, die von ARD-Allianz-Gruppen verwendet werden können, um eine effizientere Arbeit zu unterstützen.
Schließlich bereiteten die Projektpartner den Entwurf eines
Webportals vor, das dem Nutzer einen Überblick über die Landschaft der Agrarforschung in Europa gibt, die globale Herausforderungen bewältigt, und einen Leitfaden für die relevanten Initiativen, Know-how und Organisationen. Folglich stellte das Projekt sicher, dass die Ergebnisse beider ERA-ARD-Initiativen nach dem Projektende zugänglich bleiben. Ihre Arbeit wird im Rahmen einer Gemeinsamen Strategischen Arbeitsgruppe über landwirtschaftliche Forschung für globale Herausforderungen, unter der Schirmherrschaft von SCAR und EIARD - jetzt ARCH genannt - verfolgt.