
Ein Sensor, der Daten aus dem Magen liefert und sich danach einfach verdauen lässt: Im EU-Projekt ELFO hat ein Team des Italienischen Instituts für Technologie Elektronik aus Lebensmitteln entwickelt. Honig dient als Material für Transistoren, ein Pigment aus Zahnpasta als Halbleiter, und sogar ein wiederaufladbarer Akku lässt sich essen. Wie das funktioniert und wozu es gut sein soll, zeigt dieser Überblick – und am Ende kannst du testen, ob du einer Pille mit Sensor vertrauen würdest.

Diabetische Fußgeschwüre betreffen etwa ein Viertel der weltweit mehr als 800 Millionen Menschen mit Diabetes. Heute werden sie meist nur gereinigt und verbunden – behandelt werden also die Symptome. Das EU-finanzierte Projekt APTADEGRAD geht einen anderen Weg: Seine Wirkstoffe entfernen überschüssige Entzündungsproteine aus der Wunde und nutzen dafür das natürliche Recyclingsystem unserer Zellen – und am Ende kannst du prüfen, ob du einen Kopf für Biotechnologie hast.

Nach einer Nierentransplantation müssen Ärztinnen und Ärzte die Dosis der Immunsuppressiva genau treffen: Ist sie zu gering, wird die neue Niere abgestoßen, ist sie zu hoch, drohen gefährliche Infektionen. Ein europäisches Forschungsteam setzt dabei auf einen ungewöhnlichen Helfer: ein harmloses Virus, das fast jeder Mensch im Blut trägt und das als natürlicher Messwert der Abwehr dienen kann – und am Ende kannst du prüfen, ob auch du ein Gespür für das richtige Maß hast.

Gehirn-Computer-Schnittstellen scheitern oft nicht an Visionen, sondern an Physik: zu viele Daten, zu wenig Bandbreite, zu viel Wärme im Kopf. Ein europäisches Team im Projekt IoN fand einen cleveren Ausweg – es nutzt das Körpergewebe als Datenleitung und sendet nur dann, wenn Neuronen wirklich aktiv sind. Im Test: 500 Mbit/s bei kaum messbaren Fehlern. Ein Thema zwischen Medizin, Elektronik und Informatik – und am Ende kannst du prüfen, ob du selbst einen Kopf für Neurotechnologie hast.

Kaffeesatz aus der WG-Küche und Erdnussschalen vom Vorabend landen normalerweise im Müll. In einem europäischen Forschungsprojekt werden sie zum Ausgangsmaterial für winzige Teilchen, die einen Tumor gleichzeitig sichtbar machen und bekämpfen sollen — und damit die gewohnte Reihenfolge aus erst Diagnose, dann Therapie auflösen. Was dabei entsteht, ist kleiner als zwanzig Nanometer und stammt aus einer Tonne, die sonst niemanden interessiert — und am Ende kannst du prüfen, ob du selbst so denkst wie jemand, der Dingen ein zweites Leben gibt.

Freitagabend, volle Bar, fünf Leute am Tisch, und die Hälfte der Sätze kommt einfach nicht an. Beim letzten Hörtest war alles im grünen Bereich, trotzdem fragt man ständig nach. Forschende der Universität Gent haben im EU-Projekt EarDiTech einen digitalen Zwilling des Ohrs gebaut, der genau diesen versteckten Hörverlust sichtbar macht, und Algorithmen fürs Hörgerät gleich dazu — und am Ende kannst du nachsehen, wie viel Lärm deine Ohren eigentlich abbekommen.