In der Ausgabe von Research*eu aus dem April 2020 berichteten wir über das Projekt AutoPilot-Dx, das einen neuen Assay entwickelt hatte, mit dem sich genau zwischen bakteriellen und viralen Infektionen unterscheiden lässt. Dadurch soll die unnötige Verschreibung von Antibiotika vermieden werden. In dem darauffolgenden turbulenten Jahr hat das Projektteam mit fortlaufender Unterstützung der EU seinen Fokus auf COVID-19 verlagert. Tanya Gottlieb, Vizepräsidentin für wissenschaftliche Angelegenheiten beim koordinierenden Unternehmen MeMed Diagnostics, verrät uns mehr darüber.
COVID-19 scheint dank des vergrößerten Impfangebots in ganz Europa langsam zurückzugehen. Daher blickt die neueste Folge von CORDIScovery in die Zukunft nach der Pandemie. Im Fokus stehen insbesondere neue und spannende technologische Innovationen, die das europäische Gesundheitswesen in den kommenden Jahren revolutionieren könnten.
Es gibt handfeste Hinweise darauf, dass die Ungleichheiten zwischen europäischen Regionen nicht geringer werden, sondern zunehmen. Dieser Trend hat sich seit dem Ende der Finanzkrise 2008-2009 verdeutlicht. Das EU-finanzierte Projekt IMAJINE will diese Herausforderungen über einen interdisziplinären Ansatz in Angriff nehmen, der zahlreiche Perspektiven beachtet, von der Wirtschaft über Humangeografie und Politikwissenschaft bis hin zu Soziologie.
Eine aktuelle EU-finanzierte Studie untersucht die genetischen Faktoren, die sowohl bei Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) als auch mit Störungen des Sozialverhaltens häufig auftreten.
Gewebegezüchtete spenderspezifische Därme könnten den Weg für eine wirksame Behandlung von Erkrankten mit Darmversagen ebnen.
Von der EU unterstützte Forschende haben humane Antikörper isoliert, die das SARS-CoV-2-Virus und seine bekannten Mutationen in geringen Konzentrationen neutralisieren. Es wird angenommen, dass der potenteste Antikörper ein guter Kandidat für die Entwicklung von präventiven und therapeutischen Instrumenten gegen das Virus ist.
Eine von der EU unterstützte Studie hat gezeigt, dass Mutationen des SARS-CoV-2-Virus verhindern können, dass T-Killerzellen infizierte Zellen erkennen und abtöten.
Ein EU-unterstütztes Forschungsteam leistete einen weiteren Beitrag zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen über Bakterien und Pilze, die auf und in Pflanzen leben. Die Forschenden fanden heraus, dass die mikrobiellen Gemeinschaften des Apfels von Region zu Region unterschiedlich sind und dass Eichenkeimlinge Mikrobengene von Eicheln erben.
Von der EU unterstützte Forschende haben ein Protein identifiziert, das vom MSI2-Gen kodiert wird und zu neuen Therapien für akute myeloische Leukämie (AML) führen könnte.
Ein internationales Forschungsteam hat herausgefunden, dass Enterococcus faecalis, ein Bakterium, das hauptsächlich für in Krankenhäusern erworbene Infektionen verantwortlich ist, schon lange vor der Entstehung moderner Gesundheitseinrichtungen an die Bedingungen im Krankenhaus angepasst war.
Ein an zwei EU-finanzierten Projekten beteiligtes Unternehmen hat neue Finanzmittel erhalten, mit denen es die Produktion biobasierter Insektenpheromone ausbauen und diese weltweit vermarkten kann.
Ein EU-finanziertes Projekt ermittelte einen europaweiten Anstieg von 49 % beim Verzehr pflanzenbasierter Lebensmittel innerhalb von zwei Jahren.
Ein von der EU unterstütztes Unternehmen hat eine neuartige Herzpumpe entwickelt, die ohne Hilfe von Sensoren über 30 Tage lang synchron mit dem Herzen arbeiten kann. Es ist das erste Mal, dass eine miniaturisierte Herzbeutelpumpe diese Synchronisation erreicht hat.
Eine Studie, die ein vernachlässigbares Risiko für parasitäre Würmer bei vier in Europa gezüchteten Meeresfischarten zeigt, legt nahe, dass diese Fische von den geltenden EU-Vorschriften ausgenommen werden sollten, die eine Gefrierbehandlung erfordern.
Umweltverschmutzung betrifft uns alle, von der Luft, die wir atmen, über das Wasser, das wir trinken, bis hin zu den Lebensmitteln, die wir essen. Umweltverschmutzung ist die größte umweltbedingte Ursache für zahlreiche psychische und physische Krankheiten sowie für vorzeitige Todesfälle. In dieser Folge von CORDIScovery treffen wir drei EU-finanzierte Forscherinnen und Forscher, die sich mit innovativen Lösungen zur Bekämpfung dieser Gesundheits- und Umweltplage gegen Verschmutzung wehren.
EU-unterstützte Forschende haben eine zweite Antikörpergeneration entwickelt, die zwei verschiedene Stellen des SARS-CoV-2-Virus anvisiert. Im Rahmen von Versuchen mit Mäusen bot der Antikörper Schutz gegen das Virus und seine Varianten und stoppte dessen Mutation.
Dank wertvoller Einblicke in die Struktur des SARS-CoV-2-Virus konnten EU-finanzierte Forschende die Hemmungsmechanismen antiviraler Medikamente wie Remdesivir analysieren.
Forschende des Human Brain Project haben ein computergestütztes Instrument entwickelt, um bei Personen mit Epilepsie die betroffenen Hirnregionen genauer zu lokalisieren. Jetzt setzt das Team eine neue Forschungsinfrastruktur namens EBRAINS ein, um die Genauigkeit des Instruments zu erhöhen.
Der erste Teil einer entscheidenden klinischen Studie des neuen steroidartigen Wirkstoffs namens Vamorolon zur Behandlung der Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) ist beendet. Die Daten weisen auf bessere Motorik und weniger Nebenwirkungen als bei anderen Steroiden hin.
Eine EU-finanzierte Studie bietet neue Erkenntnisse darüber, wie das Gehirn altert, und zeigt auf, dass es einen Zusammenhang zwischen gesundem Altern und Alzheimer geben könnte.